Schönbergers Beitrag zur Emanzipation

Eine sehr lustige Begebenheit, die mich auch etwas “schmähstad” stimmte, trug sich bei einem unserer allerersten Barista-Kurse zu:

Ein Ehepaar nahm gemeinsam teil. Als es zum Praxisteil - Espresso-Zubereitung und Milchschäumen - kam, wollte der Mann zuerst gar nichts ausprobieren. Auf die Frage, ob er sich nicht austoben wolle - schließlich habe er auch dafür bezahlt, meinte er: “Nein, eigentlich nicht. Sie macht ja alles in der Küche.”

Nach ein bisschen Zureden und die Aussicht, unendlich viel Milch einfach so “verprtischeln” - ich meine natürlich schäumen - zu dürfen, hat er sich dann doch an die Maschine gewagt. Mit folgendem Ergebnis: Daraufhin zückte die Teilnehmerin - seine Frau - ganz begeistert den Fotoapparat und fotografierte ihren Mann enthusiastisch ein paar Male. Motiv: ihr Mann hinter der Dampflanze der Kaffeemaschine.

Auf die Frage, warum diese Begeisterung, meinte sie: "Es ist eine Premiere! Wir sind nun 50 Jahre verheiratet und mein Mann nutzt zum ersten Mal ein Küchengerät!"

Ich weiß, viele Männer würden sich dasselbe wünschen 😉 - mich (als Hobbykoch) macht es etwas nachdenklich. Stichwort: 21. Jahrhundert! Und: was sich der Mann entgehen lässt - könnte er doch seine Frau so einfach glücklich machen
Euer Patrick Schönberger

Vom Schlaf der Seligen

Nachdem ich, wie jeder weiß, der mich etwas näher kennt, dem Schlaf nicht abgeneigt bin - ich kann zu jeder Tageszeit und auch in vielen Positionen schlafen (z. B. im Stehen, mit dem warmen Notebook am Schoß oder auch bei roten Ampeln) -, hab ich für müde Gäste vollstes Verständnis!

Eine Begebenheit, die mir besonders im Gedächtnis geblieben ist war an einem Samstag: der Gast kam in der Früh um 9, trank seinen Espresso und schlief danach seelenruhig bis zur Sperrstunde im Sitzen. Ohne sich einmal zu bewegen, ohne vom Sessel (Hochsessel!) zu fallen. Respekt!

Beim Aufwachen hat er sich dann formvollendet entschuldigt - er hätte eine anstrengende Nacht gehabt. A schware Partie eben 😉!

Euer Patrick Schönberger

Registrierkassa and Belege

Schönbergers Beleg Box_Registrierkassa.JPG

Mit 1.1. 2016 trat ja die sogenannte "Beleg-Erteilungspflicht" des Bundesministeriums für Finanzen in Kraft, die besagt, dass jeder Kunde für die gekaufte Ware bzw. Dienstleistung einen Beleg bekommen muss.

Gekoppelt mit der "Registrierkassen-Pflicht" hat das ja viele Wogen erzeugt. Einige Geschäftstreibende mussten sogar schließen, da sie sich diesen Aufwand nicht leisten konnte oder sich die Anschaffung nicht rechnete. Jedenfalls gingen viele Informationen und Geschichten rund um die Registrierkassa durch die Medien.

So so oder so musste man sich aber mit der neuen Gesetzgebung abfinden. Auch wenn viele besagte Beleg-Mitnahme einfach nur lästig finden: in Italien ist es gang und gäbe und ich denke in ein paar Jahren werden sich bei uns diesbezüglich auch die Wogen wieder etwas geglättet haben.

Viele empfinden das Handling der Kassenzettel für jeden noch so kleinen Betrag dennoch mühsam: einerseits die Verkäufer und natürlich auch die Kunden, die nicht vergessen sollten, den Beleg mitzunehmen.

Rein gesetzlich muss der Kunde den Beleg nach dem Verlassen des Geschäfts vorweisen können (im Umfeld von 30m des Lokals).

Damit jenen Kunden, die zwar das Gesetz einhalten, aber den Zettel dennoch nicht weiter mitnehmen mögen, das Leben zu erleichtern, haben wir eine sogenannte "Beleg-Box" aufgestellt, in die die sie ihre Belege nach werfen können.

Somit ist dem Gesetz genüge und unseren Kunden ein Gefallen getan 😉.
Euer Patrick Schönberger