Tag des Denkmals - Fehlersuchbild

Eine super Idee haben sich die Architektur-Studentinnen der TU Wien, die am Tag des Denkmals bei uns die "Führungen" gemacht haben, einfallen lassen: ein “Finde-den-Fehler” Suchbild!
Danke für diese wunderbare Idee!

Finde die Fehler_Naber Denkmal_Schönbergers Skizze_7 Fehler.JPG

Wer die Auflösung haben möchte: schreibt uns gerne per E-Mail: ciao@schoenbergers.at bzw. schaut bei uns im Café Schönbergers vorbei ;)
Euer Patrick Schönberger, Euer #KaffeePadWien

Ein üblicher Tag im Café: Politisieren, Wahlkämpfen, Trends setzen und Verantwortung übernehmen

Wie in jedem Kaffeehaus, wird auch in unserer kleinen Espresso Bar viel politisiert. Kaffee bringt Leute zusammen, die sich austauschen. Und das nicht nur zur Wahlkampfzeit, sondern das ganze Jahr über. Meinungen und Erfahrungen werden kundgetan, diskutiert und disputiert.

Dabei sind alle neutralen und politischen Couleurs vertreten: von politisch unabhängig hin zu rot - grün - und schwarz/türkis sowie pink und ab und zu auch blau. Und so manches Mal geht es sehr heiß (von engagierten bis hin zu hoch-emotionalen Diskursen) und auch ein bisschen hoch (Besuch politischer Vertreter) her.

Natürlich lässt uns die Politik auch Team-intern nicht ungerührt. Inzwischen ist es auf 10 Personen angewachsen - das bringt naturgemäß viel Meinungsaustausch und Aktivität mit sich.

Wir besprechen uns zu sehr vielen Themen und ab und an diskutieren wir auch sehr rege über die politische Lage. Die Resultate münden dabei in diversen Ideen. Der oder die andere verwirklicht die (und sich) dann kreativ - je nach Zeit und Lust und Laune - und ganz der Intuition folgend.

Unicorn Basti_Feuerlöscher_Schönbergers.JPG

Dabei entstehen so manch künstlerisch wertvolle Unikate. Diese stellen bzw. hängen wir dann auf - als sogenannte (Wahl-)Decision-Making-Tools 😉. —> An dieser Stelle in großes Danke an Maschek & Maschek für die Inspiration per dem sensationellen Schere-Stein-Papier-Moment.

Ein exemplarisches Beispiel eines dieser Unikate ist unser "Unicorn-Basti" - staatstragend “supported by” unserem vorgeschriebenen Brandschutz Feuerlöscher!

In diesem Sinne wünschen wir uns für die Wahl jetzt im September und für alle künftigen Wahlen in Österreich politisch langfristig lösungsorientiert denkende Entscheidungsträger, die offen und ehrlich menschenfreundlich die Interessen der Wähler vertreten. Und jedenfalls umweltfreundliche Entscheidungen treffen!

Unsere Top-Leitsprüche für alle (und nicht nur eine) Wahlsaisonen lauten:

  1. “Lasst uns die Erde retten - sie ist wahrscheinlich der einzige Planet mit Kaffee!”

  2. “Lasst guten Kaffee nicht vor der Bürotür enden” und:

  3. “Lasst uns echten trommelgerösteten Kaffee trinken - keinen Kapselkaffee!”

Also: auf in die diese Wahl… und in die vielen weiteren, die noch folgen werden. Denn nur wer wählt, hat auch ein Mitspracherecht!
Euer Patrick Schönberger, Euer #KaffeePadWien



Waren Sie zufällig 2017 in IBIZA?

Ibiza 2017 Kaffeehausgschicht_Schönbergers.jpg

Heute eine Geschichte aus unserem schönen Wiedner Café, die wir nicht besser hätten erfinden können. Aber ich schwöre: sie ist absolut wahr und genau so passiert:

Es ist Montag nach HC Straches “Ibiza-Video”-Skandalwochenende (17.5.).

Einer unserer liebsten Stammgäste ist an diesem Vormittag nach dem morgendlichen Trubel für kurze Zeit der einzige Gast in unserer Kaffeeschenke. Er ist total vertieft in seine Arbeitsunterlagen.

Es dauert nicht lange und eine junge attraktive blonde Frau betritt das Café. Sie beginnt zu sprechen und hat in der Sekunde all seine Aufmerksamkeit 😉. Sie bestellt einen Caffè Latte to GO - in gutem Deutsch - allerdings ist ihr charmanter russischer Akzent nicht zu überhören.

Unser Barista bereitet für sie den Kaffee zu und die Kundin zahlt und verlässt das Lokal.

Plötzlich - wie vom Blitz getroffen - springt unser Stammgast auf, eilt ihr nach, in dem er die Tür aufreißt und ruft ihr nach:

“Waren Sie im Sommer 2017 zufällig auf Ibiza?”

Wir schütteln uns heute noch vor Lachen!
Euer Patrick Schönberger, Euer #KaffeePadWien

Unsere speziellen Extras

Weil es bei uns im Café genauso menschelt wie überall anders auf der Welt auch, tragen sich bei uns immer wieder lustige Begebenheiten zu. Und auch spannende (manchmal weniger spannende 😉 ) Geschichten werden erzählt - oder Fragen gestellt. Manche Anlassfälle kommen öfters vor und daher habe ich mir Scherzes halber erlaubt, eine eigene Menü-Karte dafür zu erstellen.

Es sind - sozusagen - die speziellen Services, die bei uns zusätzlich zu allen Kaffeeköstlichkeiten erhältlich sind. Unser Motto dabei: “Des is mei Extra”!

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DesIsMeiExtra im Schönbergers.jpg

PS: Verrechnet werden die Positionen auf alleinige Entscheidung des jeweils diensthabenden Baristas! 😉

Dresscode Bademantel

Wohfühlfaktor Schönbergers_WiednerKaffeesieder.jpg

Eine seeehr nette Geschichte hat sich heute bei uns zugetragen:

Ein Blick unseres zuerst etwas überraschten Baristas Matthias auf den Kalender bestätigt: die Faschingszeit ist vorbei und es ist auch noch nicht der 1. April. Auch gibt’s - ausnahmsweise - kein Schauspiel-Casting oder -Hearing in unserem Lokal. Und dennoch ein Auftritt im Bademantel… was geht da ab?

Die Begründung ist so einfach wie effizient pragmatisch:

Einer unserer Stammgäste hat sich heute am morgendlichen Weg zum Fitnesstraining noch schnell einen Kaffee gegönnt, bevor es ans Trainieren und Schwitzen ging.

Und um sich Zeit und Mühe zu sparen, kam er gleich im Bademantel (siehe Bild rechts), da er sich ohnehin beim nachbarlichen Fitness-Center gleich wieder umziehen musste 😉.

Warum ich das nett finde?

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich dieses “Happening” ehrt!
Denn es ist ein Zeugnis des absoluten Vertrauens unserer Kundinnen und Kunden an uns. Welches Kompliment könnte schöner sein, als das Zeichen, dass sich Gäste bei uns wohl und gut aufgehoben fühlen?

Wir freuen uns und sagen: “Gerne bitte weiter so!”
Euer Patrick Schönberger, Euer #KaffeePadWien

Drehort Café

Foto: ORF. Autogramm Harald Krassnitzer für Patrick Schönberger.

Foto: ORF. Autogramm Harald Krassnitzer für Patrick Schönberger.

Unser gemütliches denkmalgeschütztes Kleinod wird immer wieder gerne für Filme oder Foto-Sessions genutzt bzw. gebucht: Kurz- und Werbefilme, einzelne Szenen, Wettbewerbs-Beiträge, Foto-Shootings, Video-Drehs, Interviews - alles schon da gewesen.

Und das freut uns! Ein ganz besonderer Moment war kürzlich, als wir für den österreichischen Tatort als mögliche Location gescoutet wurden. Ich war sehr aufgeregt, denn für mich - als #Tatort-Liebhaber der beinah ersten Stunde - wäre das natürlich DER Hit gewesen! Leider hat sich dann herausgestellt, dass in unserem kleinen Café zu wenig Platz war. Und ein anderes Lokal bekam den Zuschlag.

Wenn auch schade - vielleicht klappt’s ja ein anderes mal 😉 - so war ich dann doch sehr “happy”, als ich vom mir sehr geschätzten Harald Krassnitzer ein Autogramm abstauben konnte. Es lässt mein loyal begeistertes Tatort-Fan-Herz höher schlagen und hat einen Ehrenplatz auf meinem Schreibtisch.

Und so freu ich mich schon auf die nächste Folge mit “Bibi - Adele Neuhauser - und Moritz” 😉.

Sambuca mit Fliege: eine ganz besondere Kaffeehausgeschichte

Sambuca mit Fliege Rezept_Schönbergers.jpg

Sambuca gehört zur typischen italienischen Caffèbar genauso, wie der Espresso. Sambuca selbst ist in der Regel ein hochprozentiger Schnaps (z. B. Korn), der mit Gewürzen wie z. B. Zimt, Anis, Sternanis oder auch Süßholz und etwas Zucker angereichert wird. So bekommt er seinen typischen süßlichen, orientalisch anmutenden Geschmack und wird als Likör bezeichnet.

Sambuca wird oft mit 3 Kaffeebohnen getrunken. In Europa wird er beim Servieren häufig flambiert. Man sagt, dadurch rösten die Bohnen weiter und hinterlassen einen tollen Nachgeschmack. Jedenfalls wird der Sambuca nach dem Flambieren getrunken und die Bohnen zerkaut. Der leicht bittere Geschmack der Röstung ergänzt sich herrlich mit der Süße des Sambuca.
Und wer mag, kann auch gleich nach dem Leeren einen Bierdeckel aufs Glas setzen, ein paar Sekunden warten und dann einen Zug mit der Nase daraus nehmen! 😉

Die Geschichte zum Sambuca con la mosca

Um Sambuca ranken sich einige schöne Geschichten, wenn es um die Zubereitung geht. Hier eine, die mir besonders gut gefällt: So kam es dazu:

Eine Italienerin “erfand” den Sambuca vor langer Zeit: als sie Korn brannte und das Ergebnis zu “hart” bzw. “steif” am Gaumen fand, würzte sie ihn mit Zucker, Zimt und Anis. Als sie ihn ihrer Familie servieren wollte, setzten sich drei Fliegen (Mosca) - angelockt von der Süße - auf das Glas. Dies passierte immer wieder, wenn sie ihren Likör servierte. Damit die Fliegen fernblieben, flambierte sie ihn kurzerhand und legte statt den lästigen Insekten symbolisch ein paar Kaffeebohnen dazu. Der Sambuca mit Fliege war geboren!

Erstmals wurde Sambuca dann im Jahr 1800 in Civitavecchia vermarktet. Und man sagt, dass es Angelo Molinari, war, der ihn zu weltweitem Ruhm verhalf. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann er, mit Alkohol zu handeln und ließ direkt bei der Abfüllung der Flaschen Kaffeebohnen in die Flasche beigeben.

Sambuca-Arten

Es gibt tatsächlich drei Sorten dieses Likörs. Die häufigste ist der oben beschriebene transparente Sambuca. Dann gibt es noch schwarzen Sambuca, der tatsächlich dunkelblau wirkt und einen starken Lakritzgeschmack hat. Der rote Sambuca ist maraschino-kirschrot und hat ausgeprägte Noten von Zimt.

Und dann gibt es noch jene Genießer, die kauen nicht nur Bohnen zum Sambuca, sondern trinken gleich einen Espresso oder Ristretto dazu bzw. “verlängern” ihren Kaffee direkt in der Tasse mit dem Sambuca.

Welchen Sambuca Ihr auch immer bevorzugt, ich empfehle natürlich stets, die Kaffeebohnen dazu zu genießen 😉!
Euer Patrick Schönberger

1. Oktober ist Tag des Kaffees - so feiert ihn Österreich

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Am 1. Oktober ist der “Tag des Kaffees”. Allerorts wird er begangen und das schwarze Gold gefeiert. Und das zurecht: schließlich ist Kaffee nach Erdöl der zweitmeistgehandelte Rohstoff der Erde!

Bei mir ist ja jeder Tag der “Tag des Kaffees” 😉. Und wie’s aussieht, halten das viele ÖsterreicherInnen so! Denn nicht nur beim Bierkonsum liegen wir Österreicher im internationalen Vergleich auf Platz 2 (Platz 1 hält Tschechien), nein, auch beim Kaffeekonsum trinken wir weltweit in der Oberliga mit:

Mit 137 Litern pro Person und Jahr liegt Kaffee nach Wasser (142 Liter) auf Platz 2 der beliebtesten Getränke in Österreich! Bier folgt mit 107,7 Liter.

Nur die Finnen trinken noch mehr Kaffee - dort ist das Argument, dass während der langen dunklen Tage der Kaffee der Finsternis entgegenhält und natürlich auch der Kälte.

Wir haben einen durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von ca. 9 kg Rohkaffee pro Jahr. Die Finnen verbrauchen ca. 12 kg! Rohkaffee pro Kopf und Jahr. Im Vergleich dazu liegt der EU-Durchschnitt bei 4,84 kg Rohkaffee pro Kopf und Jahr. Wer hätte das gedacht, dass nicht Italien hier die Nase vorn hat!

Bei uns in Österreich scheint die Kaffeeliebhaberei in der berühmten, traditionellen Kaffeehauskultur begründet, die mit Zeit und Muße Hand in Hand geht und in der neuen, dritten Welle - 3rdWaveCoffee - eine schöne Weiterentwicklung erfährt.

Hier die Fakten, wie es die Österreicher mit Kaffee halten: 

  1. Rund 90 Prozent der Österreicher trinken Kaffee, davon drei Viertel täglich eine oder mehrere Tassen.

  2. Umfragen zufolge rangiert in Österreich der kleine bzw. große Braune vor Espresso, Melange und Cappuccino.

  3. ÖsterreicherInnen bevorzugen Kaffee mit Milch: rund 38 Prozent! Nur ein Viertel trinkt ihn schwarz.

  4. Ein weiteres Viertel der ÖsterreicherInnen genießt Kaffee mit Zucker. Süßstoff verwenden nur ca. 1%. 

  5. In Österreich gibt es rund 1.000 große Kaffeehäuser. Zählt man Steh-Cafés, Espressi, Konditoreien, und Mobil-Cafés dazu, so kommt man auf rund 2.500 Möglichkeiten, um österreichweit Kaffee zu genießen. 

  6. Österreich importiert jährlich ca. 70.000 Tonnen Rohkaffee - der Großteil davon (etwa 46.000 Tonnen) wird auch tatsächlich hier konsumiert. Der Rest wird von Röstereien veredelt und wandert in den Export. 

  7. Der Anteil von fair und direkt gehandeltem Kaffee hat sich seit 2005 auf rund 30 Prozent verdreifacht - mehr als 1.300 Cafés, Restaurants und Bäckereien setzen auf mehr Fairness gegenüber den Kaffeebauern.

  8. Mittlerweile verwenden jüngsten Erhebungen zufolge rund 45 Prozent zur Zubereitung ihres Kaffees zu Hause oder in Büros sogenannte Einzelportionssysteme (sprich ESE-Pads oder Kapsel-Systeme). Rund 35 Prozent setzen auf Kaffee-Vollautomaten (inkl. Mühle und Wasser-Systeme). Der Gebrauch von Filterkaffeemaschinen ist weiterhin rückläufig, auch wenn in fast zwei Drittel aller Haushalte noch ein derartiges Gerät steht. 

  9. Einzelportionssysteme sind vorwiegend bei Singles, Familien mit unterschiedlichen “Kaffeegeschmäckern” bzw. bei jenen zu finden, die es am Morgen eilig haben. Und zunehmend steigend auch in der Altersgruppe ab 65 zu finden. Vor zehn Jahren wurde hier noch überwiegend Filterkaffee getrunken. Dem tragen auch die italienischen Großproduzenten Rechnung: es wird mehr und mehr Kaffee in Einzelportionen verpackt und in die ganze Welt gesandt.

  10. All jene ÖsterreicherInnen, denen der ökologische Co2-Fußabdruck am Herzen liegt, setzen vermehrt auf die Nutzung ganzer Kaffeebohnen (Vollautomaten & Siebträger): das schont die Umwelt und stellt auch gleichzeitig den höchsten Kaffeegenuss dar. Denn frisch gemahlene Bohnen sind nach wie vor das A&O der perfekten Kaffeegeschmacks.

Liebe Kaffeeliebhaber, mit diesen Fakten um uns ÖsterreicherInnen wünsche ich uns allen einen wunderbaren Tag des Kaffees!
Euer Kaffeeliebhaber Patrick Schönberger, Euer "Kaffee-Pad"

Gratis Kaffeesatz zum Mitnehmen: Dünger und mehr ...

Kaffeesatz ist der beste Dünger! Re-Use ist daher angesagt. Kaffeesud gehört - wenn's nach mir geht - also nicht in die Mülltonne, sondern auf den Kompost. Oder noch besser: direkt ins Gießwasser oder ab ins Beet. Eure Pflanzen werden's Euch danken. Und auch der Geldbeutel 😉.

Das Einsatzgebiet von Kaffeesatz ist so vielfältig wie Kaffee selbst:

Es gibt also viele gute Gründe, den Kaffeesatz weiterzuverwenden!
Daher gibt's bei uns GRATIS Kaffeesatz zum Mitnehmen. Sagt einfach beim nächsten Besuch im Schönbergers Bescheid und wir packen ein bisschen davon für Euch ein! ;)

Euer Patrick Schönberger

Obdachlosen-Unterstützung oder auch: der 1er-Schmäh des gut Gewohntem ;)

Obdachloser.jpg

Eine lustig absurde Begebenheit ist unserem Nachbarn Norbert vom Rahmenkabinett passiert:

wir beide unterstützen einen bulgarischen Obdachlosen. Er bekommt wöchentlich ein paar Euro und ich lasse ihn regelmässig mit meinem Telefon seine Familie zu Hause in Bulgarien anrufen.

Wie man aus folgender Geschichte lernt, haben auch Obdachlose ihre Rituale. So geschah es, dass es zu einer etwas ungewöhnlich, ja beinah dreisten Begebenheit kam: eines Freitags kündigte uns unser Schützling an, dass er nun 3 Wochen nach Bulgarien fährt und die wöchentliche EURO-Ration gleich vorab für die gesamte Zeitspanne haben möchte, wenn's geht. So dass er daheim etwas "Urlaub" machen kann. 

Norbert hat ein sehr großes Herz und ließ sich breit schlagen, dieses Urlaubsgeld vorzustrecken. Und prompt wurden wir eines Besseren belehrt: der Kollege kam gleich am Montag darauf wieder und meinte "Planänderung" - er sei doch nicht nach Bulgarien gefahren. Der freche Clou: er fragte natürlich nach dem gewohnt wöchentlichen Euro-Betrag!

So geht jeder hier seinen Gewohnheiten nach - der eine so, der andere so 😉.
Was soll man sagen: Nichts Menschliches ist uns fremd hier auf der Wieden!
Euer Patrick Schönberger

Bezahlt wird nur, wenn's schmeckt

Oder: Prüfung auf italienisch bestanden ;)

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Ein beinah dreister Auftritt, der sich später in absolute Sympathie wandelte, hatte ich mit einem italienischen Touristen:

Als er das Lokal betrat erzählte er, dass er und seine Familie schon ein paar Tage in Wien und ziemlich verzweifelt seien. Denn der  inzwischen jahrhundertelang berühmten Wiener Kaffee in den Kaffeehäusern, über den  sie so viel gelesen hätten, hält nicht, was er verspricht. Er will ihm und seiner Familie einfach nicht schmecken. Dabei hatten sie gedacht, sie wären hier im Kaffee-Paradies gelandet, denn sein Ruf eilt ihm voraus und die Erwartungshaltung war enorm: man freute sich auf schwarzes Gold, das noch besser ist als zu Hause!

Und daher stellte er dann forsch folgende Bedingung: "Du machst mir einen Espresso. Ich koste ihn und wenn er gut ist, dann erst bezahl ich ihn. Wenn nicht, dann nicht. Basta!"

Tja, und weil in meiner Brust ja auch ein bisschen eine Gambler-Natur weilt, und ich immer wieder gerne mit Menschen interagiere und auf ihre Reaktionen neugierig bin, hab ich mich auf diese Forderung eingelassen. Schnell war ein Espresso gezaubert. Und ganz nach dem Motto "Doppelt hält besser" wollte der Italiener dann natürlich auch gleich noch einen zweiten, um sicher zu gehen, dass der gute Espresso kein Zufall war, sondern gekonnte Barista-Know-How zu Grunde liegt 😉.

Was soll ich sagen: da haben wir nochmal Glück gehabt, denn der Espresso traf seine Erwartungen und ab diesem Tag kam die Familie jeden Tag ihres Urlaubs auf (mindestens) einen Kaffee pro Person bei uns vorbei.

Also: lasst sie Euch schmecken, die Barista-Handwerkskunst!
Euer Patrick Schönberger

Porsche und Kaffee 😉

Rasender Kaffeeexperte_Schönbergers.jpg

Eine etwas indiskrete Geschichte über einen Gast, die unser Schönbergers Team beschäftigt: eine Zeit lang besuchte uns regelmäßig ein Gast, der uns allesamt recht auf Trab hielt. Denn rasch war klar: er ist ein Freund alles Schnellen (er kam und ging schnell, sprach schnell, trank schnell, bewegte sich schnell, etc.). Und: er entpuppte sich als Kaffee-Passionist! Er war stets sehr interessiert und gut informiert über alle Kaffeeneuheiten. Sein Markenzeichen: ein weißer Porsche.

Unsere Sophie vor besagtem schnellen Gefährt ;)

Unsere Sophie vor besagtem schnellen Gefährt ;)

Immer wenn der vorfuhr wusste der/diejenige, der gerade im Schönbergers Dienst hatte: jetzt wird es dynamisch! Denn der Gast war nicht nur kaffeeinteressiert, sondern er trank auch mehrere Kaffees in demselben Tempo wie er sprach - und wahrscheinlich auch mit seinem Auto fährt 😉 - also rasend schnell.

Und währenddessen stellte er - egal wieviel andere Kunden gerade bedient wurden - stets viele, viele Fragen zum Kaffee.

Das witzig Interessante daran, wenn man Gegenfragen stellte - zum Beispiel zum Befinden, zum Job oder zu sonst unverfänglich Beiläufigem - so gab er keinerlei Infos preis. 

Wie wir alle wissen ist nichts ist so anregend für die Fantasie als KEINE Information zu erhalten. Das lässt die Gehirne zu Hochtouren auflaufen und Geschichten und Gerüchte erfinden. Und so begann man sich untereinander auszutauschen, was wohl das Geschäft des schnellen Mannes sein könnte. Etwa ...

  • Handel mit schnellen Autos? oder
  • (ehemaliger) Leistungssportler? oder
  • vielleicht auch schneller Geldwäscher? oder
  • rasante (menschliche) Dienstleistungen? oder einfach
  • Privatier mit der Vorliebe für schöne Dinge?
  • Oder. Oder. Oder ...

Ein bisschen Schuldgefühle für all diese Hintergedanken haben wir natürlich schon 😉. Und dennoch ist die Neugier größer als unsere Kinderstube! ... Denn (Zitat André Heller): "Ist es nicht im Kopf, dann ist es nirgendwo"! Und so rätseln wir noch heut ab und zu, welcher Lebensunterhalt es sein könnte, dass diesen Mann so rasend schnell werden ließ...

Euer Patrick Schönberger

 

 

Obdachlosen-Nahversorgung

In Anlehnung an den ORF ZIB-Bericht vom 26. Dezember 2017 - der das soziale Projekt französischer Kaufleute vorstellt - hier eine kleine "Wiedner Geschichte" die etwas Wärme in die kalte Jahreszeit bringt: wir Wiedner Geschäftstreibende sind neben dem Service an unseren Kunden auch ein bisschen umtriebig in Sachen "Dienst an Menschen, denen es nicht so gut geht". Wir leben unsere soziale Ader und unterstützen Obdachlose, die wenig bis gar nichts haben, mit unseren Produkten.

So sind wir - die Schönbergers - z. B. Teil vom italienischen Sospeso Bohnuskaffee-Netzwerk und unterstützen auch Bedürftige anderer Netzwerke - wie z. B. der Gruft - mit Getränken und Speisen. So kommen jeden Tag zwei bis drei Obdachlose und holen sich einen Kaffee oder Tee, um sich ein paar Minuten aufzuwärmen, bevor sie wieder in die Kälte raus müssen.

Schräg gegenüber unseres Cafés (beim Spar-Eingang) residiert täglich ein Obdachloser bzw. eine Obdachlose - sie wechseln sich ab. Da wir angrenzenden Geschäftstreibenden allesamt vermuten, dass sie für eine der berüchtigten Banden arbeiten muss, die ihre "Mitglieder" zwingen, das gesammelte Geld abzuliefern, versorgen wir sie ausschließlich mit Naturalien. Da haben sie persönlich was davon.

Sie erhalten z. B. täglich Kaffee und eventuell übriggebliebene Croissants vom Vortag, die einwandfrei schmecken, aber eben nicht mehr verkauft werden können. Die Apothekerin des Grätzels versorgt sie netterweise mit nötigen Medikamenten, und vom Spar bekommen sie Lebensmittel, die nicht mehr verkäuflich sind. Und manchmal spendieren unsere Kunden ihnen eine kleine Süßigkeit oder einen Cappuccino. Es gibt also eine sinnvolle Rundherum-Versorgung.

Und als nächstes "Projekt" ist eine Art "Safe" angedacht: dort sollen wohlwollende Spender ihre Gaben abgeben und Bedürftige entsprechend herausnehmen können, was sie brauchen.

Man sieht also: wir lassen die Nächstenliebe hier im Wiedner Grätzel hochleben 😉. Es macht mich ein bisschen stolz, Teil einer so sozialen Community sein zu dürfen.
Euer Patrick Schönberger

Geteiltes Glück mit Sospeso

Sospeso-Tafel Schönbergers.JPG

Weil wir uns sowohl der sozialen als auch der italienischen Tradition verpflichtet fühlen, leben wir bei uns in der Bar das Sospeso-Prinzip aus Neapel!

Und das funktioniert so:
Kaufe Dir zwei Kaffees: einen trinkst Du und einen spendest Du für einen bedürftigen Nächsten. Wir halten die gespendeten Kaffees auf einer Tafel fest: neue kommen dazu, konsumierte werden gelöscht.

Wir kooperieren hier allen voran mit sozialen Plattformen in Wien und geben Ihre Spende an Bedürftige der CaritasWien, der Gruft und dem Georg-Danzer-Haus aus. Die Idee dahinter: eine Win-win-Situation: Italienisch-praktisch-gut: charmant, einfach, die Spende kommt direkt an. Ohne Administrationskosten. Affascinante! 😉
Euer Patrick Schönberger

Schönbergers auch für Kinder eine Institution des Vertrauens ;)

Manchmal passiert es, dass ich ein paar Minuten auf die Lieben Kleinen unserer Stammkunden aufpasse, während die Eltern Besorgungen erledigen. Ich denke, die Kinder bleiben bei uns gerne nicht nur wegen des Schabernacks, den wir mit ihnen treiben, sondern auch, weil der Laden an einen kleinen Kaufmannsladen erinnert. Und welches Kind spielt nicht gerne mal "Einkaufen beim Greissler"? 😉

Erst kürzlich wurde ich Zeitzeuge eines sehr schönen Vertrauensbeweises:

Eine in Wieden neu zugezogene Kundin kam mit ihrem Sohn vorbei und erklärte ihm: "Wenn Du was brauchst, wenn Du Dich aussperrst oder sonst Hilfe benötigst, dann kannst Du jederzeit hierherkommen. Hier bist Du sicher. Die sind nett und helfen Dir."

Ist das nicht schön? Es macht uns stolz, dass wir nach nur 2 Jahren Anwesenheit als vertrauenswürdige und verlässliche Institution in der Wiedner Nachbarschaft wahrgenommen werden! Das motiviert und macht jeden Tag viel Freude!
Euer Patrick Schönberger

 

Stoppelgeld auf Russisch

Ich bin immer offen, neue Gebräuche und Gewohnheiten kennenzulernen. Und wenn sich Kunden saure Speisen mitbringen, dann finde ich das OK. Schließlich ist unser saures Speisensortiment seehr klein (Sacherwürstel). Und Menschen leiden ja heute mehr und mehr unter allen möglichen Allergien und Unverträglichkeiten. Dafür hab ich vollstes Verständnis.

Als Gastronom bin ich aber natürlich gleichzeitig daran interessiert, Geld zu verdienen. Vor allem, wenn potentielle Kunden meine Möbel und Infrastruktur nutzen.

Mit diesem Hintergrund begab sich letzten Sommer folgende Geschichte: zwei Touristinnen aus Russland nahmen in unserem Schanigarten Platz. Als sie ihre mitgebrachten Sandwiches auspackten war ich nicht sonderlich verwundert. Was mich dann aber doch etwas aus dem Konzept brachte war, dass sie auch jeweils einen Coffee2Go-Becher auspackten! Da war ich dann doch kurz etwas sprachlos 😉 - sozusagen "schmähstad", wie die Wiener und Oberösterreicher zu sagen pflegen.

Nach ein paar Sekunden der Sprachlosigkeit hatte ich mich dann wieder gesammelt und machte den beiden Ladies klar, dass sie gerne ihr Mitgebrachtes essen könnten, aber sie auch etwas konsumieren müssten. Unser Schanigarten sei zwar frei zugänglich, aber keine öffentliche Parkanlage.

Die Beiden sahen mich etwas überrascht an und erklärten mir, dass das in Russland so üblich sei. Tja, andere Länder, andere Sitten. Das kann man jetzt glauben oder nicht. Ich machte ihnen jedenfalls klar, dass wir in Wien das Stoppelgeld beim Heurigen kennen, nicht aber den Brauch, in Restaurants oder Cafés nur die Plätze zu belegen ohne irgendetwas zu konsumieren. Das geht bei uns nicht. Zumindest nicht in meinem Lokal 😉- alleine schon wegen der Kinderstube.

Wie's aussieht war ich dann doch überzeugend, denn es wurden 2 Cappuccini bestellt. Die schmeckten offensichtlich gut, denn im Anschluss folgten zwei weitere 😉.

So ist das mit den Bräuchen! Und mit dem guten Kaffee!
Euer Patrick Schönberger

Italian Coffee

Tourists.jpg

Eine witzige Begebenheit mit Touristen trug sich wie folgt zu:

Zwei Italiener betreten unsere Bar und fragen nach Espresso. Natürlich wird der prompt zubereitet. Sie sind - Gott sei Dank - begeistert und sagen, dass sei endlich ein Kaffee in Wien, der ihnen schmeckt. So wie zu Hause.

Wir freuen uns und plaudern noch etwas - wir in unserem "Pseudo-Italienisch" (mit französischen Wörtern dazwischen -  der Italienisch-Kurs bei Marina hat sich ausgezahlt 😉 ) - die Kunden natürlich fließend. Danach verabschieden sie sich und wir wünschen noch einen schönen Urlaub.

Der Clou: 10 Minuten später kommen die beiden wieder - mit ca. 10 anderen Italienern im Schlepptau, die alle Kaffee bestellen 😉. Es handelte sich um eine Touristengruppe, die in einem der nahe gelegenen Hotels untergebracht war.

Da sieht man mal wieder, dass Weiterempfehlung als Geschäftsmodell funktioniert 😉.
Euer Patrick Schönberger

Kalter Kaffee macht schön!

The Woman Taking Coffee, 1774 by Louis-Marin Bonnet (1736-1793),

Diese Redewendung kennt fast jeder: „kalter Kaffee macht schön“.

Was hat es damit auf sich? Der wahre Grund ist in Vergessenheit geraten, weil nicht mehr ganz zeitgemäß ... aus gutem Grund! 😉

Sie stammt nämlich aus der Zeit, als im gut situierten Adel und dem Bürgertum Perücken und Schminke das Schönheitsideal der Gesellschaft prägten. Die Schminke war, anders als heute, von schlechter Qualität: sie wurde auf Wachsbasis hergestellt. Somit hielt sie nicht besonders gut und zerfloss sehr schnell. Vor allem wenn es warm war. Man stelle sich vor, wie die Menschen also bei den prunkvollen Bällen tatsächlich aussahen! 😉

Und genau aus diesem Grund wurde der Kaffee kalt getrunken. Denn so wurde vermieden, dass der Dunst, den der heiße Kaffee beim Trinken ins Gesicht projiziert, die Schminke - vor allem rund um die Mundpartie - nicht zum Zerlaufen brachte.

Das erklärt vielleicht, warum die Dame im Bild oben, die 1774 von Louis-Marin Bonnet bei King Coffee porträtiert wurde, möglicherweise deshalb den Kaffee in die Untertasse gießt, damit er schneller abkühlt ...

Dementsprechend hatte es vielmehr geheißen: „Kalter Kaffee hält schön!” Aber der Volksmund hat das wohl anders - nämlich einfacher formuliert - weitergetragen.
Euer Patrick Schönberger

 

Tinder Treff

Tinder.jpg

Eine Zeit lang war unsere Caffè Bar offensichtlich ein Geheimtipp für Menschen, die sich über Tinder verabredet hatten.

Das liegt einerseits sicherlich daran, da unser Café etwas "off the beaten track" liegt, aber wahrscheinlich auch daran, weil es so winzig ist und man dadurch weniger Menschen antrifft als in üblichen Kaffeehäusern.

In letzter Zeit ist bei uns aber mehr los und so bleiben die Tinder Daters mehr und mehr aus. Wahrscheinlich sind sie weitergezogen in ein anderes abgelegenes Etablissment.

Jedenfalls muss ich jetzt nicht mehr Zeitzeuge intimster Gespräche werden - das ist nicht ganz so mein Ding 😉.

Euer Patrick Schönberger

 

Zeitungsdieb in flagranti erwischt!

Es war in einem Monat im Sommer: unsere Zeitung, die täglich morgens geliefert wurde, war verschwunden. Und auch am nächsten Morgen und am nächsten! Schnell war klar: sie wird gestohlen!

Das ging 14 Tage so. Ich beschloss "so kann es nicht weiter gehen!" Denn schließlich warteten unsere Gäste genau auf DIESE Zeitung! Daher schloss ich einen "Pakt" mit einem unserer nachbarlichen Stammgäste: er ist Frühaufsteher und erklärte sich bereit, unsere Tür im Auge zu behalten.

Und dann war es schließlich soweit: er ertappte den Zeitungsdieb in flagranti und "stauchte" ihn ziemlich zusammen, sprich: der bekam ordentlich die Meinung gesagt. Wie es aussieht, hatte dieser kleine "Zusammenstaucher" große Wirkung. Denn seit diesem Tag ist die Zeitung wieder täglich da!

Es könnte natürlich auch daran liegen, dass der Dieb sehr überrascht war, vom Stammgast erkannt zu werden - es war ein Anrainer aus der Umgebung! Wahrscheinlich hat also auch die Moral oder die eigene Scham dazu beigetragen, dass unsere Kunden nun wieder regelmäßig Ihre Zeitung lesen können 😉.

Ein großes DANKE an unseren treuen und morgenaktiven Stammgast!
Euer Patrick Schönberger